Gesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (932.1)
    CH - ZG

    Gesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel

    Gesetz ü ber die Jagd und den Schutz wildlebender S ä ugetiere und V ö gel (Jagdgesetz) Vom 25. Oktober 1990 (Stand 1. Januar 2018) Der Kantonsrat des Kantons Zug, in Vollziehung des Bundesgesetzes ü ber die Jagd und den Schutz wildle ­ bender S ä ugetiere und V ö gel (Jagdgesetz, JSG) vom 20. Juni 1986 1 ) sowie gest ü tzt auf § 41 Abs. 1 Bst. b der Kantonsverfassung 2 , * beschliesst: 1. Allgemeines

    § 1 Zweck

    1 Dieses Gesetz bezweckt:
    a) die Artenvielfalt und die Lebensr ä ume der einheimischen und ziehen ­ den wildlebenden S ä ugetiere und V ö gel zu erhalten;
    b) bedrohte Tierarten zu sch ü tzen;
    c) die von wildlebenden Tieren verursachten Sch ä den an Wald und an landwirtschaftlichen Kulturen auf ein tragbares Mass zu begrenzen;
    d) eine angemessene Nutzung der Wildbest ä nde durch die Jagd zu gew ä hrleisten.

    § 2 Staatsregal

    1 Die Jagd auf dem Gebiet des Kantons Zug ist Staatsregal.

    § 3 Jagdsystem

    1 Die Jagd wird nach dem Patentsystem ausge ü bt. 1) SR 922.0 2) BGS 111.1
    2. Jagdberechtigung

    § 4 Jagdpatent

    1 Das Jagdpatent darf nur an Bewerber erteilt werden, welche nachweisen, dass sie:
    a) das 20. Altersjahr vollendet haben und nicht entm ü ndigt sind;
    b) eine anerkannte Jagdpr ü fung bestanden haben;
    c) Gew ä hr f ü r eine sichere Waffenhandhabung und Jagdaus ü bung bie ­ ten;
    d) eine den bundesrechtlichen Vorschriften entsprechende Haftpflicht ­ versicherung abgeschlossen haben.
    2 F ü r die Erteilung und den Entzug des Jagdpatentes ist die Direktion des In ­ nern zust ä ndig. *

    § 5 Verweigerung und Entzug des Jagdpatentes

    1 Die Abgabe des Jagdpatentes ist zu verweigern, wenn der Bewerber:
    a) wegen einer strafbaren, vors ä tzlich begangenen Handlung gegen Leib und Leben, wegen einer verbotenen Handlung an Tieren oder wegen Sachbesch ä digung rechtskr ä ftig verurteilt worden ist;
    b) vors ä tzlich oder wiederholt fahrl ä ssig gegen die kantonalen oder eid ­ gen ö ssischen Jagdvorschriften verstossen hat;
    c) in einem anderen Kanton rechtskr ä ftig von der Jagdaus ü bung ausge ­ schlossen ist, aus Gr ü nden, die nach diesem Gesetz eine Verweige ­ rung des Jagdpatentes rechtfertigen.
    2 Das Jagdpatent ist zu entziehen, wenn Tatsachen eintreten, welche eine Verweigerung rechtfertigen w ü rden.
    3 Die Dauer der Verweigerung oder des Entzugs richtet sich nach dem Zeit ­ punkt, der Schwere und der H ä ufigkeit der Widerhandlungen und betr ä gt h ö chstens zehn Jahre. In leichten F ä llen kann auf die Verweigerung oder den Entzug verzichtet werden.
    4 Wer f ü r f ü nf oder mehr Jahre von der Jagdaus ü bung ausgeschlossen wor ­ den ist, hat die Jagdpr ü fung zu wiederholen.

    § 6 Jagdpr

    ü fung 1 ) *
    1 Der Regierungsrat erl ä sst Vorschriften ü ber die Jagdpr ü fung und w ä hlt die Mitglieder der Pr ü fungskommission. 2 ) *
    2 Er kann mit anderen Kantonen Vereinbarungen ü ber die gegenseitige An ­ erkennung der Jagdpr ü fung abschliessen.

    § 7 Jagdeinschr

    ä nkung
    1 Der Regierungsrat kann die Zahl der Jagdpatente im Interesse einer geord ­ neten und massvollen Jagd beschr ä nken. 3 ) *

    § 8 Patentarten und Geb

    ü hren
    1 Das Jagdpatent kann erteilt werden f ü r die Jagd auf Hirsche, die Nieder ­ wildjagd, die Winterjagd auf Wasserwild, die Winterjagd auf Haarraubwild und f ü r ausserordentliche Hege­ oder Reduktionsabsch ü sse.
    2 Der Regierungsrat legt die Geb ü hren fest. Diese sind dem jeweiligen Ab ­ schusskontingent anzupassen. Sie d ü rfen in ihrer Gesamtheit die ausgewie ­ senen Aufw ä ndungen des Kantons f ü r das Jagdwesen nicht ü bersteigen.
    3 Ausserkantonale Patentbewerber bezahlen einen Zuschlag von 100% der massgebenden Patentgeb ü hr.
    4 Der Regierungsrat regelt die Abgabe von Tagesberechtigungen (Gastkar ­ ten ohne eigenes Abschusskontingent).

    § 9 Beteiligung Dritter

    1 Personen ohne Jagdpatent oder Gastkarte d ü rfen sich nicht aktiv an der Jagd beteiligen. 1) Delegation an die Direktion des Innern f ü r den Erlass von Vorschriften ü ber die Jagdpr ü ­ fung sowie Abschluss von Vereinbarungen mit anderen Kantonen ü ber die gegenseitige An ­ erkennung der Jagdpr ü fungen (§ 4 Abs. 1 Ziff. 2 der Delegationsverordnung (DelV) vom 28. November 2017, BGS 153.3 ). 2) Delegation an die Direktion des Innern f ü r die Wahl der Pr ü fungskommission f ü r J ä gerin ­ nen und J ä ger (§ 12 Abs. 1 Ziff. 1 Bst. c der Delegationsverordnung (DelV) vom 28. No ­ vember 2017, BGS 153.3 ). 3) Delegation an die Direktion des Innern f ü r die Beschr ä nkung der Zahl der Jagdpatente (§ 4 Abs. 1 Ziff. 7 der Delegationsverordnung (DelV) vom 28. November 2017, BGS 153.3 ).
    3. Jagdaus ü bung

    § 10 Verpflichtungen des J

    ä gers
    1 Das Jagdpatent verpflichtet den J ä ger zur weidm ä nnischen Aus ü bung der Jagd und zur Hege des Wildes, insbesondere zur Mitarbeit bei Wildbestan ­ desaufnahmen, Wildseuchenbek ä mpfung, Wildschadenverh ü tung und der ­ gleichen.
    2 Der Inhaber des Jagdpatentes hat dieses und die vorgeschriebenen Kontrollunterlagen bei der Jagd auf sich zu tragen und den zust ä ndigen Aufsichtsorganen auf Verlangen vorzuweisen.
    3 Die Pflicht zur Vorweisung besteht auch gegen ü ber Grundeigent ü mern, P ä chtern und anderen Personen, welche an den zur Jagdaus ü bung betrete ­ nen Grundst ü cken berechtigt sind.

    § 11 Jagdgebiet

    1 Das Jagdgebiet umfasst den ganzen Kanton mit Ausnahme der Siedlungs­ und Schongebiete.
    2 Das Betreten von Wald und landwirtschaftlichen Kulturfl ä chen zum Zwecke der Jagdaus ü bung ist gestattet.

    § 12 Jagdbare Arten

    1 Jagdbar sind:
    a) Rothirsch, Damhirsch, Reh, Wildschwein;
    b) Feldhase;
    c) Fuchs, Dachs, Edelmarder, Steinmarder, Waschb ä r, Marderhund;
    d) Rabenkr ä he, Elster, Eichelh ä her, Ringel­ und T ü rkentaube, verwilder ­ te Haustaube, Fasan, Stockente, Reiherente, Tafelente, Bl ä sshuhn, Kormoran.
    2 Der Regierungsrat kann die Liste der jagdbaren Arten im Rahmen des Bundesgesetzes erweitern oder einschr ä nken. Er regelt den Schutz der Mut ­ ter­ und Jungtiere.
    3 Die Direktion des Innern kann den Abschuss des jagdbaren Wildes nach Anzahl, Alter und Geschlecht einschr ä nken. *
    4 Die Direktion des Innern regelt die Abschusskontrolle. *

    § 13 Jagdzeiten

    1 Die Direktion des Innern legt die Jagdzeiten innerhalb folgender Grenzen fest: *
    a) Jagd auf Hirsche: 1. September bis 15. Oktober
    b) Jagd auf Rehwild, auf Hasen und Fasane: 1. Oktober bis 30. Novem ­ ber
    c) Jagd auf Wildschweine: 1. September bis 31. Januar
    d) Jagd auf Fuchs und Marder: 1. September bis 15. Februar
    e) Jagd auf Dachs: 1. September bis 15. Januar
    f) Jagd auf Wasserwild: 1. Oktober bis 31. Januar
    2 Der Regierungsrat kann die Jagdzeiten zur Regulierung von ö rtlichen Ü berbest ä nden im Rahmen des Bundesgesetzes verl ä ngern. 1 ) *

    § 14 Schontage

    1 Verboten ist die Aus ü bung der Jagd an Sonn­ und ö ffentlichen Feiertagen. Die Direktion des Innern kann weitere Schontage festlegen. *

    § 15 Jagdwaffen und Hilfsmittel

    1 Der Regierungsrat regelt die Jagdmethoden und die Verwendung der zu ­ l ä ssigen Jagdwaffen. Er erl ä sst Bestimmungen ü ber den Einsatz von Hun ­ den sowie von Fahrzeugen und anderen Hilfsmitteln zur Aus ü bung der Jagd.

    § 16 Haftung f

    ü r Sch ä den
    1 Durch die Aus ü bung der Jagd d ü rfen weder Menschen noch Haustiere und andere Sachwerte gef ä hrdet oder gesch ä digt werden.
    2 Die J ä ger sind f ü r alle Sch ä den, die sie oder ihre Hunde bei der Jagdaus ­ ü bung verursachen, den Gesch ä digten gegen ü ber haftbar. 1) Delegation an die Direktion des Innern f ü r Jagdzeitanpassungen zur Regulierung von Ü ber ­ best ä nden (§ 4 Abs. 1 Ziff. 8 der Delegationsverordnung (DelV) vom 28. November 2017, BGS 153.3 ).
    4. Wildschutz

    § 17 Grundsatz

    1 Der Kanton sorgt im Rahmen des ö kologischen Ausgleichs daf ü r, dass die Artenvielfalt und die Lebensr ä ume der einheimischen und ziehenden wild ­ lebenden S ä ugetiere und V ö gel erhalten bleiben. Das Bundesgesetz ü ber den Natur­ und Heimatschutz 1 ) sowie das Gesetz ü ber den Natur­ und Land ­ schaftsschutz 2 ) sind anwendbar. *
    2 Der Direktion des Innern obliegt der Vollzug von Massnahmen zur Erhal ­ tung und F ö rderung der Artenvielfalt und der Lebensr ä ume des Wildes im Waldareal. Die Baudirektion vollzieht entsprechende Massnahmen in den ü brigen Gebieten. Vorbehalten bleibt die abweichende Zust ä ndigkeitsrege ­ lung gem ä ss §§ 3, 6 und 7 des Gesetzes ü ber den Natur­ und Landschafts ­ schutz 3 ) . *
    3 Die Gemeindebeh ö rden weisen die zust ä ndige kantonale Beh ö rde auf m ö gliche Pflegemassnahmen und notwendige Schutzvorkehren hin. In drin ­ genden F ä llen ergreifen die Gemeindebeh ö rden selbstst ä ndig vorsorgliche Schutzmassnahmen.

    § 18 Kantonsbeitr

    ä ge
    1 Der Regierungsrat kann Beitr ä ge an die ausgewiesenen Aufw ä ndungen von Institutionen gew ä hren, die sich der F ö rderung gesch ü tzter Tierarten im Sinne von Art. 7 des Bundesgesetzes ü ber die Jagd und den Schutz wildle ­ bender S ä ugetiere und V ö gel (Jagdgesetz, JSG) vom 20. Juni 1986 4 ) und dem Vogelschutz widmen. 5 ) * 1) SR 451 2) BGS 432.1 3) BGS 432.1 4) SR 922.0 5) Delegation an die Direktion des Innern f ü r Beitr ä ge an die ausgewiesenen Aufw ä ndungen von Institutionen, die sich der F ö rderung gesch ü tzter Tierarten im Sinne von Art. 7 des Bundesgesetzes ü ber die Jagd und den Schutz wildlebender S ä ugetiere und V ö gel (Jagdge ­ setz, JSG) vom 20. Juni 1986 (SR 922.0 ) widmen, sofern die Beitr ä ge im Einzelfall Fr. 10'000.– und insgesamt pro Jahr Fr. 200'000.– nicht ü bersteigen (§ 4 Abs. 1 Ziff. 12 der De ­ legationsverordnung (DelV) vom 28. November 2017, BGS 153.3 ).

    § 19 Bauten und Anlagen, Bodenverbesserungen

    1 Wenn durch die Bewilligung einer Baute oder Anlage ausserhalb einer Bauzone die Lebensr ä ume des Wildes gef ä hrdet erscheinen, h ö rt die zust n ­ dige Direktion das Amt f ü r Wald und Wild an, bevor sie der Bewilligung zustimmt oder diese erteilt. *
    2 Besteht die Gefahr, dass durch Bodenverbesserungen aufgrund des Melio ­ rationsgesetzes 1 ) Lebensr ä ume des Wildes beeintr ä chtigt werden k ö nnten, h ö rt das Landwirtschaftsamt vor der Ausf ü hrung das Amt f ü r Wald und Wild an. *

    § 20 Einz

    ä unungen
    1 Bei grossfl ä chigen Einz ä unungen m ü ssen Wildwechsel in gen ü gendem Masse offengehalten werden. Z ä une haben einen ausreichenden Abstand zum Wald aufzuweisen. In besonderen F ä llen kann die Direktion des Innern Ausnahmen gestatten. *

    § 21 Land­ und Forstwirtschaft

    1 Land­ und Forstwirtschaft haben auf die Erhaltung naturnaher Lebensr ä u ­ me f ü r das Wild R ü cksicht zu nehmen.
    2 Waldr ä nder und Wild ä sungspflanzen sind zu schonen.

    § 22 Schutz gef

    ä hrdeter Arten
    1 Der Regierungsrat kann gef ä hrdete Wild­ und Vogelarten im ganzen offe ­ nen Jagdgebiet oder in Teilen davon durch Jagdverbot, Verl ä ngerung der Schonzeit oder Beschr ä nkung des Abschusses sch ü tzen.

    § 23 Schongebiete

    1 Zur Verbesserung der nat ü rlichen Bestandesstruktur und zum Schutz lokal schwacher Wildbest ä nde oder bedrohter Wildarten vor St ö rung durch den Jagdbetrieb kann der Regierungsrat Schongebiete bezeichnen.
    2 In Schongebieten ist die Jagd verboten. N ö tigenfalls kann die Direktion des Innern Regulierungsabsch ü sse anordnen. *

    § 24 Schutz vor St

    ö rungen
    1 Der Regierungsrat erl ä sst Vorschriften zum Schutze der Wildtiere und der Jagd vor ü berm ä ssiger St ö rung. 1) BGS 923.1
    2 Wenn St ö rungen in Wildeinstandsgebieten das ertr ä gliche Mass ü berstei ­ gen und das Leben und Gedeihen des Wildes beeintr ä chtigen, kann die Di ­ rektion des Innern das Zutrittsrecht zu solchen Gebieten zeitlich beschr n ­ ken. *

    § 25 Halten und Aussetzen von Wildtieren

    1 Das Halten und das Aussetzen von Wildtieren bedarf einer Bewilligung.

    § 26 Wildkrankheiten

    1 Der Regierungsrat ordnet n ö tigenfalls Massnahmen zur Verh ü tung und Bek ä mpfung von Wildkrankheiten an. 1 ) *

    § 27 Fallwild

    1 Die durch Wildwechsel gef ä hrdeten Strassenstrecken sind zu signalisieren und in Absprache mit der Direktion des Innern mit Blenden, Z ä unen oder anderen geeigneten Vorrichtungen zu versehen. *
    2 Die Zust ä ndigkeit richtet sich nach den §§ 19 ff. der Verordnung ü ber den Strassenverkehr und die Strassensignalisation vom 22. Februar 1977 2 ) .
    3 Um Wildtiere vor Unf ä llen zu sch ü tzen, kann die Direktion des Innern weitere Massnahmen verf ü gen. *
    4 Fallwild geh ö rt dem Kanton. 5. Wildschaden

    § 28 Anpassung der Wildbest

    ä nde
    1 Die Best ä nde der wichtigsten Wildarten und ihre Entwicklung m ü ssen re ­ gelm ä ssig erfasst und ihre Einwirkungen auf landwirtschaftliche Kulturen, auf den Wald und auf andere Tierarten ü berwacht werden.
    2 Das Amt f ü r Wald und Wild reguliert den Wildbestand so, dass er f ü r die Landwirtschaft tragbar ist und die Erhaltung des Waldes, insbesondere seine nat ü rliche Verj ü ngung mit standortgerechten Baumarten, ohne Schutzmass ­ nahmen gew ä hrleistet werden kann. * 1) Delegation an die Direktion des Innern f ü r Anordnungen von Massnahmen zur Verh ü tung und Bek ä mpfung von Wildkrankheiten (§ 4 Abs. 1 Ziff. 2 der Delegationsverordnung (DelV) vom 28. November 2017, BGS 153.3 ). 2) BGS 751.21

    § 29 Abwehrrecht

    1 Der Regierungsrat regelt das Abwehrrecht von Grundeigent ü mern und Be ­ wirtschaftern gegen ü ber schadenstiftendem Wild.
    2 Das Amt f ü r Wald und Wild kann im Einzelfall jederzeit den Abschuss von schadenstiftendem Wild anordnen, sofern dem keine bundesrechtliche Bestimmungen entgegenstehen. *

    § 30 Wildschadenverh

    ü tung
    1 Der Kanton entrichtet Beitr ä ge an die Kosten von Abwehrmassnahmen zur Verh ü tung von Wildsch ä den.

    § 31 Wildschadenverg

    ü tung
    1 Der Kanton verg ü tet den durch jagdbares Wild verursachten Schaden an Wald, landwirtschaftlichen Kulturen und Nutztieren. Der Regierungsrat kann die Entsch ä digungspflicht des Kantons auf Sch ä den ausdehnen, wel ­ che durch andere Wildarten verursacht werden.
    2 Beteiligt sich der Bund am Ersatz von Sch ä den, welche durch gesch ü tzte Tiere verursacht werden, ü bernimmt der Kanton die Restkosten.
    3 Wenn der Gesch ä digte die ihm zumutbaren Abwehrmassnahmen unterlas ­ sen hat, kann die Entsch ä digung teilweise oder ganz verweigert werden.
    4 F ü r Bagatellsch ä den werden keine Verg ü tungen geleistet. 6. Information und Forschung

    § 32 Information

    1 Die Direktion des Innern sorgt daf ü r, dass die Bev ö lkerung mit den freile ­ benden Tieren und ihren Bed ü rfnissen ausreichend bekanntgemacht und zu ihrer Schonung angehalten wird. *

    § 33 Wildforschung

    1 Der Regierungsrat kann Forschungsprojekte von kantonalem Interesse un ­ terst ü tzen.
    2 Zu Forschungszwecken kann die Direktion des Innern Ausnahmen von den Schutzbestimmungen f ü r jagdbares Wild bewilligen. *
    7. Vollzug und Aufsicht

    § 34 Zust

    ä ndigkeiten
    1 Der Regierungsrat ist zust ä ndig f ü r den Abschluss von Programmverein ­ barungen im Sinne des Bundesgesetzes ü ber die Jagd und den Schutz wild ­ lebender S ä ugetiere und V ö gel vom 20. Juni 1986 1 ) . *
    2 Die Direktion des Innern wacht ü ber den Vollzug dieses Gesetzes sowie der gest ü tzt darauf erlassenen Ausf ü hrungsbestimmungen. *
    3 Dem Amt f ü r Wald und Wild obliegt der Vollzug dieses Gesetzes und sei ­ ner Ausf ü hrungserlasse. Vorbehalten bleibt die Zust ä ndigkeit einer anderen Beh ö rde. *
    4 Dem Amt f ü r Wald und Wild sind die Wildh ü ter und die Jagdaufseher un ­ terstellt. *

    § 35 Jagdkommission

    1 Der Regierungsrat w ä hlt eine Jagdkommission, die den Jagdbeh ö rden be ­ ratend zur Seite steht. 2 ) *
    2 Diese besteht aus f ü nf Mitgliedern. Den interessierten Kreisen steht ein Vorschlagsrecht zu. Der Vorsteher oder die Vorsteherin der Direktion des Innern f ü hrt von Amtes wegen den Vorsitz. *

    § 36 Organe der Jagdpolizei

    1 Zur Aus ü bung der Jagdpolizei und der Wildhut sind verpflichtet:
    a) die Wildh ü ter;
    b) die Jagdaufseher;
    c) die Fischereiaufseher;
    d) die Polizei.
    2 Die Aufsichtsorgane sind verpflichtet, sich bei der Jagdaufsicht und Wild ­ hut gegenseitig zu unterst ü tzen. Sie sind zur Vornahme polizeilicher Ermitt ­ lungen befugt. 1) SR 922.0 2) Delegation an die Direktion des Innern f ü r die Wahl der Jagdkommission (§ 12 Abs. 1 Ziff. 1 Bst. b der Delegationsverordnung (DelV) vom 28. November 2017, BGS 153.3 ).
    8. Strafbestimmungen und Schadenersatz

    § 37 Ü

    bertretungen
    1 Wer vors ä tzlich Bestimmungen dieses Gesetzes sowie der gest ü tzt darauf erlassenen Verordnungen und Vorschriften verletzt, wird mit Busse bis zu Fr. 20 000.– bestraft. *
    2 Versuch und Gehilfenschaft sind strafbar.
    3 Handelt der T ä ter fahrl ä ssig, ist die Strafe Busse.

    § 38 Ausschluss von der Jagdaus

    ü bung
    1 Wer wegen einer vors ä tzlichen Jagdrechts ü bertretung bestraft wird, kann vom Richter f ü r die Dauer von einem bis zu zehn Jahren von der Jagdaus ­ ü bung ausgeschlossen werden.

    § 39 Widerrechtlich get

    ö tetes Wild
    1 Widerrechtlich erlegtes, get ö tetes oder beh ä ndigtes Wild verf ä llt dem Staat. Ü berdies ist dem Kanton Schadenersatz zu leisten. Kann das Wild verwertet werden, ist der Verwertungserl ö s vom Schadenersatzbetrag abzu ­ ziehen. Der Regierungsrat erl ä sst Vorschriften dar ü ber, wie der Wertersatz f ü r die einzelnen Wildarten zu bemessen ist.
    2 Wird ein Wildtier durch einen Patentinhaber widerrechtlich erlegt, wird es einem allf ä llig bestehenden Abschusskontingent angerechnet. 9. Schlussbestimmungen

    § 40 Aufl

    ö sung des Wildschadenfonds
    1 Mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes wird der Wildschadenfonds aufge ­ l ö st.
    2 Die vorhandenen Fondsmittel werden zur ü ckgestellt und ganz oder teil ­ weise f ü r den Bau einer Jagdschiessanlage verwendet, sofern eine solche bis
    3 Die Ende 1999 noch vorhandenen Fondsmittel fliessen in die laufende

    § 41 Aufhebung bisherigen Rechts

    1 Mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes werden das Gesetz ü ber Jagd und Vogelschutz vom 26. November 1945 1 ) , ge ä ndert am 23. Dezember 1957 2 ) , sowie die weiteren widersprechenden Bestimmungen aufgehoben.

    § 42 Ä

    nderung bisherigen Rechts
    1 Das Gesetz ü ber die Erhaltung und Pflege von Naturschutzgebieten vom 2. September 1982 (Naturschutzgesetz) wird wie folgt ge ä ndert: 3 )

    § 43 Inkrafttreten

    1 Dieses Gesetz tritt unter dem Vorbehalt des Referendums gem ä ss § 34 der Kantonsverfassung auf den 1. Januar 1991 in Kraft. Vom Eidg. Departement des Innern genehmigt am 28. Oktober 1991. 1) GS 15, 333 2) GS 17, 429 3) Gegenstandslose Ü bergangsbestimmung; das Naturschutzgesetz wurde aufgehoben durch das G ü ber den Natur­ und Landschaftsschutz vom 1. Juli 1993.
    Ä nderungstabelle ­ Nach Beschluss Beschluss Inkrafttreten Element Ä nderung GS Fundstelle 25.10.1990 01.01.1991 Erlass Erstfassung GS 23, 813 01.07.1993 01.01.1994 § 17 Abs. 1 ge ä ndert GS 24, 273 17.12.1998 01.04.1999 § 28 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 311 22.12.1998 01.01.1999 § 4 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 12 Abs. 3 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 12 Abs. 4 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 13 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 14 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 17 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 19 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 19 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 20 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 23 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 24 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 27 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 27 Abs. 3 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 29 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 32 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 33 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 34 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 34 Abs. 3 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 34 Abs. 4 ge ä ndert GS 26, 191 23.11.1999 01.01.2000 § 6 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 471 23.11.1999 01.01.2000 § 26 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 471 23.11.1999 01.01.2000 § 35 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 471 22.12.2005 01.01.2007 § 35 Abs. 2 ge ä ndert GS 28, 635 22.12.2005 01.01.2007 § 37 Abs. 1 ge ä ndert GS 28, 635 05.07.2007 01.01.2008 § 34 Abs. 1 ge ä ndert GS 29, 337 08.03.2011 01.01.2012 § 19 Abs. 1 ge ä ndert GS 31, 77 08.03.2011 01.01.2012 § 19 Abs. 2 ge ä ndert GS 31, 77 08.03.2011 01.01.2012 § 28 Abs. 2 ge ä ndert GS 31, 77 08.03.2011 01.01.2012 § 29 Abs. 2 ge ä ndert GS 31, 77 08.03.2011 01.01.2012 § 34 Abs. 3 ge ä ndert GS 31, 77 08.03.2011 01.01.2012 § 34 Abs. 4 ge ä ndert GS 31, 77 28.11.2017 01.01.2018 Ingress ge ä ndert GS 2017/075 28.11.2017 01.01.2018 § 6 Titel ge ä ndert GS 2017/075
    Beschluss Inkrafttreten Element Ä nderung GS Fundstelle 28.11.2017 01.01.2018 § 6 Abs. 1 ge ä ndert GS 2017/075 28.11.2017 01.01.2018 § 7 Abs. 1 ge ä ndert GS 2017/075 28.11.2017 01.01.2018 § 13 Abs. 2 ge ä ndert GS 2017/075 28.11.2017 01.01.2018 § 18 Abs. 1 ge ä ndert GS 2017/075 28.11.2017 01.01.2018 § 26 Abs. 1 ge ä ndert GS 2017/075 28.11.2017 01.01.2018 § 35 Abs. 1 ge ä ndert GS 2017/075
    Ä nderungstabelle ­ Nach Artikel Element Beschluss Inkrafttreten Ä nderung GS Fundstelle Erlass 25.10.1990 01.01.1991 Erstfassung GS 23, 813 Ingress 28.11.2017 01.01.2018 ge ä ndert GS 2017/075

    § 4 Abs. 2 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 6 28.11.2017

    01.01.2018 Titel ge ä ndert GS 2017/075

    § 6 Abs. 1 23.11.1999

    01.01.2000 ge ä ndert GS 26, 471

    § 6 Abs. 1 28.11.2017

    01.01.2018 ge ä ndert GS 2017/075

    § 7 Abs. 1 28.11.2017

    01.01.2018 ge ä ndert GS 2017/075

    § 12 Abs. 3 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 12 Abs. 4 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 13 Abs. 1 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 13 Abs. 2 28.11.2017

    01.01.2018 ge ä ndert GS 2017/075

    § 14 Abs. 1 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 17 Abs. 1 01.07.1993

    01.01.1994 ge ä ndert GS 24, 273

    § 17 Abs. 2 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 18 Abs. 1 28.11.2017

    01.01.2018 ge ä ndert GS 2017/075

    § 19 Abs. 1 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 19 Abs. 1 08.03.2011

    01.01.2012 ge ä ndert GS 31, 77

    § 19 Abs. 2 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 19 Abs. 2 08.03.2011

    01.01.2012 ge ä ndert GS 31, 77

    § 20 Abs. 1 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 23 Abs. 2 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 24 Abs. 2 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 26 Abs. 1 23.11.1999

    01.01.2000 ge ä ndert GS 26, 471

    § 26 Abs. 1 28.11.2017

    01.01.2018 ge ä ndert GS 2017/075

    § 27 Abs. 1 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 27 Abs. 3 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 28 Abs. 2 17.12.1998

    01.04.1999 ge ä ndert GS 26, 311

    § 28 Abs. 2 08.03.2011

    01.01.2012 ge ä ndert GS 31, 77

    § 29 Abs. 2 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 29 Abs. 2 08.03.2011

    01.01.2012 ge ä ndert GS 31, 77

    § 32 Abs. 1 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 33 Abs. 2 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 34 Abs. 1 05.07.2007

    01.01.2008 ge ä ndert GS 29, 337

    § 34 Abs. 2 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 34 Abs. 3 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 34 Abs. 3 08.03.2011

    01.01.2012 ge ä ndert GS 31, 77
    Element Beschluss Inkrafttreten Ä nderung GS Fundstelle

    § 34 Abs. 4 22.12.1998

    01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191

    § 34 Abs. 4 08.03.2011

    01.01.2012 ge ä ndert GS 31, 77

    § 35 Abs. 1 23.11.1999

    01.01.2000 ge ä ndert GS 26, 471

    § 35 Abs. 1 28.11.2017

    01.01.2018 ge ä ndert GS 2017/075

    § 35 Abs. 2 22.12.2005

    01.01.2007 ge ä ndert GS 28, 635

    § 37 Abs. 1 22.12.2005

    01.01.2007 ge ä ndert GS 28, 635
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