Verordnung des EDI über die Fachbewilligung für die allgemeine Schädlingsbekämpfung (814.812.32)
Verordnung des EDI über die Fachbewilligung für die allgemeine Schädlingsbekämpfung (814.812.32)
Verordnung des EDI über die Fachbewilligung für die allgemeine Schädlingsbekämpfung (VFB-S)
1. Abschnitt: Notwendigkeit und Voraussetzungen
Art. 1 Notwendigkeit
Art. 2 Erforderliche Fähigkeiten und Kenntnisse und deren Nachweis
2. Abschnitt: Fachprüfung
Art. 3
3. Abschnitt: Gleichwertige Qualifikationen
Art. 4 Ausbildungsabschlüsse von Schulen und Berufsbildungsinstitutionen
Art. 5 ⁴
Art. 6 Gleichgestellte Fachbewilligungen
Art. 7 Hinreichende Berufserfahrung
Art. 8 Eingeschränkte Anerkennung
Art. 8 a ⁶ Verweigerung der Anerkennung
4. Abschnitt: Aufgaben der zuständigen Stellen
Art. 9 Trägerschaft
Art. 10 Prüfungsstellen
Art. 11 BAG
Art. 12 Fachbewilligungsausschuss
5. Abschnitt: Gebühren
Art. 13
6. Abschnitt: …
Art. 14 ⁹
7. Abschnitt: Schlussbestimmungen
Art. 15 ¹⁰
Art. 16 Inkrafttreten
Anhang 1 ¹¹
Erforderliche Fähigkeiten und Kenntnisse
1 Grundlagen der Toxikologie und Ökologie
1.1 | Exposition | Die Aufnahmewege von Stoffen (oral, dermal, | |
1.2 | Wirkungen | Begriffe und ihre Zusammenhänge erklären können: lokal, systemisch; akut, chronisch; reversibel, irreversibel; Resorption, Verteilung, Metabolismus, Ausscheidung; erbgutverändernd, krebserzeugend, fortpflanzungsgefährdend. | |
1.3 | Wirkungen von | Für wichtige Schädlingsbekämpfungsmittel die to-xischen Wirkungen auf den Menschen mit den Symp-tomen erklären können (Organophosphate, Carbama-te, Pyrethroide, Phosphide, Antikoagulantien). | |
1.4 | Dosis-Wirkung | Das Prinzip Dosis-Wirkung bzw. Konzentration-Wirkung erläutern können. | |
1.5 | Risiko | Den Zusammenhang zwischen Gefährlichkeit, | |
1.6 | Ökologie | Die Begriffe Ökologie, Ökosystem, Lebensraum, Lebensgemeinschaft, Population und Organismus erklären können. | |
1.7 | Kreisläufe | 1.7.1 | Stoffkreisläufe anhand eines Beispiels darstellen und mögliche Störungen des Kreislaufprinzips mit ihren Folgen aufzeigen können. |
1.7.2 | Beschreiben können, wie sich Biozide in der Nahrungskette und der Umwelt verhalten, und Stoffeigenschaften bzw. Umweltbedingungen nennen können, die dabei von Bedeutung sind. | ||
1.8 | Umweltverträglichkeit | Schädlingsbekämpfungsmittel hinsichtlich Abbaubarkeit und Umweltverhalten anhand von | |
1.9 | Vorsorgeprinzip | Das Vorsorgeprinzip und seine Bedeutung in der Schädlingsbekämpfung («so viel wie nötig, so wenig wie möglich») erläutern können. | |
1.10 | Schädlinge | Die wichtigsten Vorratsschädlinge und Schädlinge im und ums Haus nennen können. Biologie, Lebensweise, Schadwirkung der wichtigsten Schädlingsarten beschreiben und Exemplare bestimmen können. | |
1.11 | Resistenzen | Die Problematik der Resistenzbildung durch An- | |
1.12 | Nichtzieltiere | Situationen von Verfahren oder Anwendungen er-läutern können, bei denen Nichtzieltiere gefährdet sind. Betroffene Wirbeltierarten nennen und ge-schützte Arten beschreiben können. |
2 Gesetzgebung über Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitnehmerschutz
2.1 | Gesetze | Die Ziele und wesentlichen Inhalte der Gesetze, Ver-ordnungen und Richtlinien, die zum sachgemässen und sicheren Umgang mit Schädlingsbekämpfungs-mitteln berücksichtigt werden müssen, aufzählen und erläutern können (insbesondere die entspre-chenden Erlasse in den Gesetzgebungen über Chemikalien, Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit, Umweltschutz und Transport gefährlicher Güter). |
2.2 | Sicherheitsdatenblätter | Den grundlegenden Aufbau und Inhalte von Sicherheitsdatenblättern nennen können. |
2.3 | Vollzugsbehörde | Die Vollzugsbehörden für den Gesundheits-, den |
3 Massnahmen zum Schutz der Umwelt und der Gesundheit
3.1 | Kennzeichnung gefährlicher Eigenschaften | Die Kennzeichnung, die Gefahrenpiktogramme, die Gefahrenklassen sowie die Bedeutung der Gefahren- und Sicherheitshinweise erläutern können. |
3.2 | Sicherheitsdatenblatt | Die Angaben in einem Sicherheitsdatenblatt erläutern und anwenden können; insbesondere die wesentlichen Aspekte bezüglich der Lagerung, Verwendung und Entsorgung der im Betrieb eingesetzten Schädlingsbekämpfungsmittel. |
3.3 | Risikoanalyse | Für ausgewählte Mittel, Verfahren und Einsatzorte mögliche Risiken für Anwender, indirekt Betroffene, Nichtzieltiere oder die Umwelt beschreiben können. |
3.4 | Organisatorische | Auf die Mittel, Zieltierart und Zielort zugeschnittene organisatorische Massnahmen zum Schutz indirekt Betroffener (z.B. Bewohner) und der Umwelt |
3.5 | Vorbeugende | Vorbeugende Massnahmen zur Vermeidung von Pro-blemen mit Schadorganismen beschreiben können. |
3.6 | IPM-System | Das Prinzip des integrierten Bekämpfungsverfahrens zur Minimierung der Auswirkungen auf Mensch und Umwelt erläutern können. |
3.7 | Persönliche | Hygienische Schutzmassnahmen und Benutzung persönlicher Schutzausrüstung (z.B. Atemschutz, Schutzkleidung) erläutern können. |
3.8 | Arbeitsmedizinische Untersuchungen | Kriterien zur Notwendigkeit medizinischer Untersuchungen an Schädlingsbekämpferinnen und |
3.9 | Überwachung | Massnahmen zur Begrenzung und Überwachung möglicher Expositionen mit Schädlingsbekämpfungsmitteln nennen und erläutern können. |
3.10 | Parameter | Zu überwachende Parameter (z.B. MAK-Werte) und deren Zusammenhänge nennen und anwenden |
3.11 | Freigabe der Räume | Kontrollen und Massnahmen beschreiben können, die je nach Mittel und Verfahren vor einer Freigabe der behandelten Räume erforderlich sind. |
3.12 | Störfälle | Wichtige Störfälle im Zusammenhang mit |
3.13 | Notfallplan und | Alarm- und Einsatzpläne verstehen und anwenden können; die Notfallstellen und wichtige Angaben für eine Notfallmeldung nennen können (z.B. Schwei-zerisches Toxikologisches Informationszentrum [STIZ]). |
3.14 | Erste-Hilfe-Vorsorge | Geräte, Medikamente, Einrichtungen nennen können, die für die erste Hilfe bei Vergiftungen mit bestimm-ten Schädlingsbekämpfungsmitteln bereitzuhalten sind. |
3.15 | Erste-Hilfe- | Erste-Hilfe-Massnahmen nach Vergiftungen mit Schädlingsbekämpfungsmitteln aufzählen und im Notfall situationsgerecht umsetzen können. |
3.16 | Antidot | Den Begriff Antidot an einem Beispiel erläutern können. |
4 Sachgerechte Verwendung und Entsorgung
4.1 | Befallsermittlung, | Den Einsatz diagnostischer Verfahren vor und nach der Mittelausbringung zur Ermittlung des Befalls bzw. Behandlungserfolgs beschreiben können. |
4.2 | Mittel und Verfahren | Mittel und Verfahren zur Bekämpfung wichtiger Zieltierarten beschreiben können. |
4.3 | Wahl der Mittel und Verfahren, Dosierung | Kriterien zur Wahl der Mittel, Verfahren und Geräte aufzählen sowie Dosierungen aufgrund der Objektgrössen berechnen können. |
4.4 | Dokumentation der Behandlung und der Kontrollen | Die zur Dokumentation erforderlichen Daten und Kontrollparameter aufzählen können. |
4.5 | Lagerung | Beschreiben können, wie man Schädlingsbekämpfungsmittel fachgerecht und sicher lagert. |
4.6 | Entsorgung | Beschreiben können, wie Reste von Mitteln, von Gebrauchslösungen und Spülflüssigkeiten von |
5 Geräte und deren sachgerechte Handhabung
5.1 | Geräte | Die gängigen Geräte zur Schädlingsbekämpfung nennen, deren Funktionsweise darlegen und Einsatzzwecke nennen können. |
5.2 | Wartung | Die Wartung und Funktionskontrolle mit Hilfe der Bedienungsvorschrift an einem Beispiel erläutern und ausführen können. |